Entwicklung von Empfehlungen für Übungsleitende und Vereine

Extreme Hitze bedeutet vor allem für ältere Menschen Lebensgefahr! Gleichzeitig sind sie es aber auch, die sich deutlich zu wenig bewegen. Jetzt einfach körperliche Anstrengungen zu vermeiden, wäre allerdings der falsche Weg. Denn zahlreiche Studien belegen die positiven Effekte von regelmäßiger Bewegung auf die Gesundheit. Deshalb erstellt die BZgA (seit dem 13. Februar 2025 Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit BIÖG) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) Empfehlungen für Übungsleitende und Vereine, um ihre Angebote auch während Hitzeperioden sicher zu gestalten und gesundheitliche Risiken für die Teilnehmenden zu minimieren.

Hintergrund des Projekts

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Klimawandel als größte Bedrohung für die Gesundheit der Menschen eingestuft. Für ältere Menschen bedeutet extreme Hitze Lebensgefahr. Der größte Anteil hitzebedingter Sterbefälle entfällt auf die Altersgruppe der über 75-Jährigen. Durch erhöhte körperliche Anstrengung aufgrund von Sport oder auch Alltagsbewegung im Freien verstärken sich die Auswirkungen von Hitze. Das darf oder sollte jedoch nicht dazu führen, Bewegung grundsätzlich einzuschränken. Zahlreiche Studien belegen, dass regelmäßige Bewegung das physische, psychische und soziale Wohlbefinden, die Lebensqualität und die Zufriedenheit verbessern und so die Lebenserwartung bei guter Gesundheit erhöhen kann.

Ziele des Projekts

Um Vereine und Übungsleitende über klimabedingte Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit Bewegung aufzuklären, entwickeln BZgA (jetzt BIÖG) und DOSB entsprechende Empfehlungen, die dazu dienen, die gesundheitlichen Risiken bei körperlicher Aktivität von älteren Menschen in Hitzeperioden zu minimieren. Dazu werden Übungsleitende in Sport- und Turnvereinen über die am häufigsten mit Hitze assoziierten Krank­heitsbilder bei älteren Menschen und deren Symptome informiert und befähigt, sie hinsichtlich körperlicher Aktivität bei Hitze zu beraten und notfalls auch von einem Sport- und Bewegungsangebot auszuschließen.

Alle im AlltagsTrainingsProgramm (ATP) geschulten Übungsleitenden erhalten die Empfehlungen als Ergänzung zu den ATP-Manualen für den Präventionskurs und für das Dauerangebot.

Phasen und Ergebnisse des Projekts

  • Auftaktworkshop mit Wissenschaft und DOSB-Mitgliedsorganisationen zu den Inhalten der Handlungsempfehlungen für Übungsleitende und Vereine
  • Erstellung der Handlungsempfehlungen für Übungsleitende und Vereine
  • Entwicklung von Materialien zur Sensibilisierung der älteren Sporttreibenden
  • Erarbeitung eines Kommunikationskonzepts zur Dissemination der Empfehlungen und Begleitmaterialien

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